Kopfschmerz- und Migränegruppe für Kinder und Jugendliche

 

Kopfschmerzen ganzheitlich bewältigen

 

Kinder und Jugendliche leiden immer häufiger unter Migräne und Spannungskopfschmerz: Eine Übersichtsstudie des Kinderschmerzzentrums in Datteln hat 64 zwischen 1990 und 2007 durchgeführten Studien zusammengetragen und bestätigt die steigenden Fallzahlen solcher Schmerzprobleme bei Kindern. [1]

 

Um dieses Problem zu vermindern starten wir, Diana Schaffer, MA (Klinische- und Gesundheitspsychologin, Yogalehrerin) und Dominik Hernuss (Shiatsu- und Qi Gong Practitioner) ab Herbst 2016 eine Kopfschmerz- und Migränegruppe für Kinder und Jugendliche.

 

Das Konzept der Kopfschmerz- und Migränegruppe wurde von der Heidelberger Dipl. Psychologin und Psychotherapeutin Hanne Seemann entwickelt und über Jahre hinweg erfolgreich angewendet.

 

Ziel ist es, dass Kinder und Jugendliche lernen, wie sie das Entstehen von Kopfschmerzen verhindern können. Denn: prinzipiell lassen sich sowohl Spannungskopfschmerz, als auch Migräne bei Kindern relativ gut therapieren. Wenn das Kind schon früh lernt, den Schmerz zu verhindern oder zu vermeiden, kann oft verhindert werden, dass die Schmerzproblematik im Erwachsenenalter weiterbesteht.

 

Da bei der Entstehung von Kopfschmerzen viele Faktoren beteiligt sind, ist ein rein medikamentöser Therapieansatz ist oft zum Scheitern verurteilt.

 

Wichtig ist die richtige Diagnose bevor mit der Therapie begonnen wird: Die Migräne hat neurologische Ursachen, es handelt sich dabei um eine Reizverarbeitungsstörung, die sich durch eine erhöhte Reizsensibilität auszeichnet. Spannungskopfschmerzen haben mit anderen Ursachen, wie z.B. Bewegungsmangel zu tun.

 

Daher beginnt die Kopfschmerz- und Migränegruppe immer mit einem ausführlichen Anamnesegespräch, bei dem die Probleme mit einer exakten Schmerzanamnese analysiert werden (Wann und wo treten Kopfschmerzen auf, welche Begleitstörungen, wie oft...)

 

Daran wird eine Lösungsanalyse angeknüpft (Wann und wo keine Schmerzen, unter welchen Bedingungen geht es dir gut?). Auch die Defizite (Was kann das Kind nicht, wo weicht es von der Norm ab?) und die Ressourcen (Wo und wann ist das Kind besonders gut, wann achten Sie es?) müssen im Vorfeld individuell analysiert werden.

 

Nach dem Einführungsgespräch ist ein Einstieg in die wöchentlich stattfindende Kopfschmerz- und Migränegruppe immer möglich.

 

Hauptziel der Kopfschmerz- und Migränegruppe ist, dass die Kinder und Jugendlichen lernen, in Balance zu sein. Dies lässt sich über Teilziele wie Körperwahrnehmung, Reizabschirmung, Schmerzbewältigung, Entspannungstechniken, Umgang mit schwierigen Gefühlen, Leichtigkeit des Seins, Selbstwertstärkung, Autonomie und Selbstständigkeit erreichen.

 

In einzelnen Stunden werden die Themen „Wissen, Spüren, Fühlen, was mein Körper sagt und braucht, Schutz und Rückzug, den eigenen Rhythmus finden, Informationen über und Umgang mit Schmerzen, die progressive Muskelrelaxation, ein sozialverträglicher Ausdruck von Wut, Ärger, Aggression, eigene Bedürfnisse, Sorgen und Probleme wahrzunehmen, Vertrauen in den Körper, Vertrauen ins Unbewusste, Mut, Kraft, Standhalten, Flüchten, eigene Wege gehen“ vermittelt.

 

Qi-Gong, Entspannungsgeschichten und der Umgang mit individuellen Stressfaktoren wird zusätzlich Inhalt jeder Gruppensitzung sein.

 

Durch eine regelmäßige Teilnehme an der Gruppe werden Migräneattacken meist deutlich seltener und die Kinder lernen, ihre Migräneattacken rechtzeitig abzufangen. Kinder die unter Spannungskopfschmerzen leiden, erkennen die Ursachen für die Schmerzen und lernen Möglichkeiten, diese zu vermeiden oder einen wirkungsvollen Ausgleich zu finden.

 

Die Kopfschmerz- und Migränegruppe für Kinder und Jugendliche wird im Oktober 2016 starten!

 

[1] www.spiegel.de/gesundheit/diagnose/migraene-bei-kindern-trick-film-erklaert-entstehung-von-kopfschmerzen-a-1083571.html